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Katzen und Kinder - kann das gut gehen?

Katzen und Kinder brauchen verständnisvolle Anleitung, wenn es zwischen ihnen zu einem Happy-End kommen soll. Es ist klar, dass Kinder nicht einfach wissen, wie sie mit Tieren umgehen sollen. Sie als Eltern, oder Bezugspersonen, können Kinder darin Schritt für Schritt begleiten.

Vielleicht sorgen Sie sich um die Sicherheit Ihrer kleinen Kinder. Sie wollen keine Wohnungskatzen, oder wollen lieber warten, bis ihre Kinder ein gewisses Alter erreicht haben.

Oder, Sie machen sich Sorgen um Ihre Stubentiger. Sie möchten vermeiden, dass diese von Kindern gejagt und herum gezerrt werden. Dadurch würden diese das Vertrauen zu Menschen total verlieren.

Zum Glück durfte ich schon von klein auf den Umgang mit Katzen lernen. Nicht meine Eltern, aber meine Grossmutter hatte einen grau-weiss getigerten Kater. Geduldig zeigte sie mir den richtigen Umgang mit „Mutz“.

Sie lehrte mich:

  • nicht hinter Mutz her zu rennen.
  • in seiner Nähe nicht laut und hastig zu agieren.
  • ihn nicht am Schwanz und an den Ohren zu ziehen.
  • ihn zu kraulen und zu streicheln.

  • ihn beim Essen und Schlafen in Ruhe zu lassen.
  • wie mit ihm zu spielen.
  • mit Kork und Schnur Spielzeug für ihn herzustellen.
  • seine Körpersprache zu verstehen.

Als ich etwas älter war, durfte ich:

  • Mutz hochheben und sicher herumtragen.
  • ihm mit einer weichen Bürste das Fell pflegen.
  • helfen, sein Essen zu bereiten.

Sehr gerne denke ich an die Ferien und Wochenenden bei meinen Grosseltern zurück. Ich bin meiner Grossmutter sehr dankbar für ihre genauen Erklärungen und ihre Geduld.

Wahrscheinlich bildeten sie den Grundstein für meine Liebe zu Katzen. Jemand als positives Vorbild zu haben, ist von unschätzbarem Wert.



Katzen und Kinder - das weckt die Fantasie

Später nahm ich dann Skizzenheft und Stifte und versuchte, Mutz in verschiedenen Stellungen festzuhalten. Wenn ich ihn beobachtete und zeichnete, vergass ich die Zeit vollkommen.

Der Umgang mit Katzen kann die Kreativität anregen. Kinder wollen Tiere zeichnen, malen und basteln. Oder sie wollen sich verkleiden, sich verwandeln und sich so fühlen und verhalten wie ihr Lieblingstier.

Um Kinder mit Tieren vertraut zu machen, können auch Kinder-Sachbücher und Katzenbücher einen guten Beitrag leisten.

Zum Beispiel: Von Patircia Mennen „Die Katze. Wieso? Weshalb? Warum?“ Altersempfehlung 2-4. Oder: „Die Katze, ich wünsche mir ein Haustier“ von Claudia Toll. Altersempfehlung 6-7.


© wohnungskatzen.com Mein Skizzenheft ist verschwunden. Dies ist die einzige Zeichnung, welche ich noch aus dieser Zeit habe.

Katzen und Kinder sind eine tolle Sache, wenn:

  • die Kinder altersgemässe Anleitung für den Umgang mit Katzen erhalten.
  • Katzen und Kinder nicht einfach sich selbst überlassen sind.
  • Kinder lernen, dass sie die Katzen nicht aus dem gesicherten Bereich lassen dürfen.
  • auch Wohnungskatzen einmal pro Jahr entwurmt werden.
  • allgemeine Hygiene-Richtlinien beachtet werden.
  • Kleinkinder nicht mit der Katzenkiste in Berührung kommen.

In einer Familie mit gut gepflegten und geliebten Katzen aufzuwachsen, ist für Kinder eine grosse Bereicherung. Sie lernen andere Lebewesen und deren Bedürfnisse zu respektieren und ihnen Sorge zu tragen. Ab einem gewissen Alter können Kinder auch (Mit)verantwortung bei der Pflege übernehmen.

Stubentiger und Kinder lassen sich also, mit etwas Geschick und Einfühlungsvermögen, sehr gut mit einander vertraut machen.

Wenn Sie sich für Katzen entscheiden, dann nehmen Sie auf jeden Fall gleich zwei. Katzen sind keine Einzelgänger. So leiden sie nicht an Einsamkeit, wenn "ihre Menschen" mal nicht so viel Zeit für sie haben. Am besten gelingt der Einstieg, wenn Sie zwei junge Kätzchen vom gleichen Geschlecht zu sich holen.

Auch ein Geschwisterpaar ist möglich. Nur haben Katzen und Kater als "Erwachsene" ein unterschiedliches Spielverhalten und verstehen sich später manchmal nicht mehr so gut. Ich will nicht generalisieren, denn es kommt immer auf die einzelnen Tiere und ihre Persönlichkeit an.

Ältere Katzen zu kleinen Kindern zu holen, macht nur dann Sinn, wenn diese auch vorher schon gerne mit Kindern lebten. Sonst werden Katzen und Kinder frustriert.

Warnen möchte ich hier, vor spontanen Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken, in Form von Tieren - nicht nur von Katzen.

Informieren Sie sich vorgängig genau über deren Bedürfnisse. Fragen Sie sich, ob Sie bereit sind, über Jahre gut für diese Lebewesen zu sorgen. Auch dann, wenn die Kinder das Elternhaus später verlassen werden.

Im Interesse der Tiere, verzichten Sie lieber auf eigene Katzen, wenn Sie befürchten, dass diese Ihnen bald lästig werden. Dies zeugt von grösserer Tierliebe, als wenn Sie sich halbherzig zu etwas drängen lassen, wozu Sie nicht wirklich bereit sind.



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