Katzenhaltung in der Wohnung
Katzenhaltung in der Wohnung verlangt Toleranz - von den Katzen und von Ihnen. Je weniger Tabus und Verbote Sie Ihren Tieren zumuten, je friedlicher und harmonischer wird das Zusammenleben. Wohnungskatzen haben einen eingeschränkten Lebensraum. Diesen sollten wir nicht noch zusätzlich mit geschlossenen Türen und verbotenen Räumen verkleinern. (Ausnahmen: Wenn eine Katze krank ist, oder nach einer Operation Ruhe braucht.) Wer beim Gedanken an Wohnungskatzen als erstes Gebote und Verbote im Kopf hat, sollte besser keine Stubentiger halten. Ich sage das, um Ihnen und den Katzen einen Misserfolg zu ersparen. Wer in der Freizeit und am Wochenende meist um die Häuser zieht und als liebstes Hobby „Reisen“ angibt, verzichtet besser auch auf eigene Katzen. Katzen hängen an ihren Bezugspersonen und leiden, wenn „ihre Menschen“ immer wieder tage- und wochenlang aus ihrem Leben verschwinden. Ich meine hier nicht den wohlverdienten Urlaub ein- bis zweimal im Jahr.
Sichere Katzenhaltung
Unter dem Begriff sichere Katzenhaltung verstehe ich: So wenig Einschränkungen wie möglich, so viel Schutz wie nötig. Wohnungskatzen halten, kann auch heissen: Die Katzen haben einen gesicherten Balkon zur Verfügung, welchen sie durch eine Katzentüre erreichen können. Oder sie haben Zugang zu einem Garten- oder Aussengehege. Diese lassen sich dann - für Katzen - attraktiv gestalten. Es eignen sich dazu wetterfeste Katzenbäume, Aussichtsplattformen, Baumstämme, Sträucher oder ein Rohr-Tunnel durch einen Erdhügel. Nicht nur Rassekatzen sind es wert, gesicherte Aussenräume zur Verfügung zu haben, sondern auch „Rassen-Mixe“ und „gewöhnliche“ Hauskatzen. Was die Sicherheit betrifft, mache ich keinen Unterschied zwischen wertvollen - und - na ja, „wertlosen“ Katzen.
Gefahren für Katzen gibt es nicht nur draussen im Freien, sie können auch in der eigenen Wohnung lauern. Zum Beispiel in Form von giftigen Pflanzen wie Efeu, Weihnachtssternen, behandelten Schnittblumen, oder in Chemikalien, Farben, Putzmitteln und Kochplatten. Vorsicht auch mit Stecknadeln, Garnen und dünnen Schnüren. Gerade bei jungen Katzen müssen Sie sich vorsehen, weil diese alles testen und ausprobieren was erreichbar ist. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Ungesicherte Balkone, Fenster und vor allem Kippfenster können früher oder später zu Todesfallen werden. Neue Katzenbesitzer sind sich oft nicht bewusst, wo die Gefahren lauern, oder unterschätzen sie.

Wer gerne zuhause ist und mit einer gewissen Unordnung leben kann, der geniesst die Katzenhaltung in der Wohnung. Sie kommen nach der Arbeit nicht in eine leere Wohnung zurück - nein - Sie werden von Ihren vierbeinigen Mitbewohnern freudig empfangen. Was gibt es Schöneres, als mit einer Katze auf dem Bauch ein gutes Buch zu lesen, oder eine Lieblings-CD zu hören und sich dabei zu entspannen.
Bei der Katzenhaltung in der Wohnung, lernen Sie Ihre Tiere viel besser kennen, als Besitzer von Freigängern. Sie haben eine engere Beziehung zu ihnen und sehr wahrscheinlich auch eine längere...., weil Ihre Katzen viel weniger Risiken ausgesetzt sind, als die Kollegen draussen. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre Katzen als Persönlichkeiten wahrnehmen und in die Freundschaft mit ihnen investieren. Wenn Sie bereit sind, Rücksicht auf deren Bedürfnisse zu nehmen, dann passen sich Wohnungskatzen auch Ihrem Lebensrhythmus an. Das kann ich jedenfalls immer wieder feststellen. Hier ist immer die Rede von mehreren Katzen. Ginge es denn nicht auch mit einer einzelnen
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