Mehrere Wohnungskatzen
Mehrere Wohnungskatzen können auch Stress bedeuten, wenn sie nicht harmonieren. Wie können Sie unglückliche Kombinationen vermeiden - gerade, wenn Sie zum ersten Mal Wohnungskatzen halten möchten?
Folgende Kombinationen sind meistens problemlos: - Mutter und Tochter.
- Zwei Brüder, oder zwei Schwestern.
- Geschwister, männlich und weiblich, welche gern „zusammenkleben“.
- Junge Kater von verschiedenen Orten, aber in ähnlichem Alter./li>
- Kätzinnen - etwa gleich alt - welche an Gesellschaft gewöhnt sind.
- Katzen und Kater, welche sich schon seit ihrer Jugend gut verstehen.
Ganz wichtig: Ältere Katzen welche eng befreundet sind - egal in welcher Kombination - sollte man möglichst nicht trennen, sondern gemeinsam übernehmen/übergeben.
Ich kann es nicht verheimlichen: Mein Herz schlägt für Verzicht-Katzen, oder eben Katzen aus spanischen Tierheimen. Vielleicht schwärmen Sie für eine bestimmte Rassekatze. Warum nicht als SpielkameradIn eine zweite Katze aus einem Tierheim - in ähnlichem Alter - dazu nehmen? Nur so als Idee. Falls Sie ein Tierheim finden, welches Katzen auch als Wohnungskatzen abgibt. Oft machen Tierheime nämlich Widerstand gegen Wohnungs-Haltung. Das ist sehr schade! Viele erwachsene Katzen, wollen gar nicht zwingend Freilauf und sind mit einem schönen Balkon - und einem oder zwei Spielgefährten - mehr als zufrieden. Es gibt auch Tierschutz-Organisationen, welche diese Haltung nicht teilen. Sie sagen: „Wir haben viel investiert, um eine Katze zu retten. Wir mussten sie impfen, entwurmen, chipen und vielleicht auch operieren und pflegen, bis sie zu einem neuen Besitzer gehen konnte. Drei Monate später kommt diese Katze dann aber auf der Strasse um. Macht das Sinn? Wir wollen, dass unsere Tiere einen guten, möglichst sicheren Lebensplatz bekommen“.
Wenn Sie zum ersten Mal mehrere Wohnungskatzen halten, orientieren Sie sich am besten an bewährten Kombinationen. Jede Katze ist jedoch ein Unikat, weshalb es auch zu eher ungewöhnlichen Freundschaften kommen kann. Ein Beispiel: Als Tisson zu uns kam, war er etwa sieben Jahre alt. Es fiel ihm nicht leicht, nochmals Vertrauen zu fassen, nachdem er ja ausgesetzt worden war. Dann entdeckte er Dreamy, das Maine-Coon-Mädchen und von diesem Moment an, war er daheim. Sie war damals etwa acht Jahre alt. Am Anfang sah es nicht gut aus für die Beiden. Immer wenn Tisson versuchte, sich Dreamy zu nähern, ergriff sie die Flucht, obschon sie ja an Kater gewöhnt war. Bei genauerem Hinsehen merkte ich dann auch warum. Tisson hatte Zahnstein und Mundgeruch. Ich konnte förmlich sehen, wie sich Dreamy die Nase zuhielt, wenn sie davon rannte. Also brachte ich Tisson zum Tierarzt. Die schlechten Zähne und der Zahnstein wurden entfernt. Und - oh Wunder - von da an waren die beiden ein Herz und eine Seele. Es war die grosse Liebe. Mit elf Jahren wurde Dreamy durch einen plötzlichen Herzinfarkt schwer gelähmt. Tisson wich nicht von ihrer Seite. Es bestand aber keine Hoffnung, dass sie sich je wieder erholen könnte. Das Röntgenbild zeigte ein viel zu kleines Herz. Es war ein Wunder, dass sie damit überhaupt so lange leben konnte. So mussten wir sie schweren Herzens gehen lassen. Die beiden, nicht mehr ganz jungen Katzen, hatten drei schöne gemeinsame Jahre. Ich hätte ihnen noch viele weitere gewünscht!

Vertraut, als ob sie schon immer zusammen gewesen wären.
Ein Beispiel von einer missglückten Kombination: Im Hafen von Ceuta (Spanien) ankerte ein altes Frachtschiff. Tierschützer hatten darauf eine Gruppe Katzen untergebracht, fütterten und pflegten sie dort. Plötzlich aber, sollte das Schiff verschrottet werden und die Katzenfreunde suchten verzweifelt Plätze für ihre Schützlinge, um wenigstens einen Teil der Katzen zu retten.
Sie wandten sich auch an
Katzenportal Spanien-Schweiz,
welches den Hilferuf an seine Freunde weiterleitete. Ich entschloss mich, einen zwei Jahre alten Kater mit dem Namen Gemelon bei uns aufzunehmen. Bei der Übergabe stellte sich dann aber heraus, dass es eine Gemel(a), war. Trotz der Überraschung, wollte ich den Versuch mit ihr wagen. Ich gab ihr den Namen YumY, weil sie ein ganz starkes, schwarzes YY auf der Stirne trug. Sie hatte eine blitzschnelle Auffassungsgabe und war eine tolle, wunderschöne Tigerkatze! Meine Kater akzeptieren sie ohne Probleme - ausser Yury. Anfangs sah es so aus, als ob die beiden nur etwas mehr Zeit bräuchten. Aber nach ein paar Wochen, fing Yury an, die Kätzin zu verfolgen. Er versteckte sich hinter Türen und Möbeln, um sie anzufallen. Er liess kaum eine Gelegenheit aus, sie zu erschrecken und zu piesacken. Weil sie sich nicht zur Wehr setzte und jedes Mal laut kreischte, begann ein verhängnisvoller Kreislauf. Eigentlich erstaunlich, denn bei Dreamy der älteren Kätzin, hatte Yury es nie gewagt, sich frech zu verhalten. Er stellte ihre Autorität nie in Frage und hat sie sehr gemocht. Also hat er wohl nicht grundsätzlich etwas gegen Kätzinnen.

Yury - mit Dreamy ging`s doch!
Es war unmöglich dieses Katze-Maus-Spiel zu unterbrechen, noch weniger, es zu beenden. Ich bat um Hilfe beim Katzenportal. Nach ein paar Kontakten, fanden wir einen optimalen Platz für YumY, bei einer etwas älteren Katze. Es schmerzte mich sehr, YumY wegzugeben! Aber in einem solchen Fall muss man den Kopf entscheiden lassen und nicht das Herz. Besonders, wenn mehrere Wohnungskatzen von den Spannungen betroffen sind. Nach einiger Zeit bekam ich von den neuen Besitzern Fotos zugeschickt und einen „Lagebericht“. Ich konnte mich überzeugen, dass YumY nun ein schönes, entspanntes Leben hat.

Wir vergessen dich nicht, YumY.
Seither leben bei mir statt mehrere Wohnungskatzen, halt nur noch Wohnungskater mit verschiedenen Jahrgängen. Das Zusammenleben klappt gut. Auch hier gibt es aber ganz unterschiedliche Beziehungsmuster.
Von mehrere Wohnungskatzen zu: Meine Wohnungskatzen
Von mehrere Wohnungskatzen zu: Wohnungskatzen Home
|